Frage von Senfbrot, 12

Adipostitas 3.Grad, also schwerstes Übergewicht, wo anfangen

Ich habe ein Gewicht von über 140 Kilogramm, ich bin also sehr dick, und ich habe meistens keine Lust mich zu bewegen weil es so anstrengend ist, mein Hausarzt meinte ich sollte meinen Magen operieren lassen, mein Psychiater rät davon ab, ich fühle mich hilflos überfordert, wo anfangen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Senfbrot,

Schau mal bitte hier:
Übergewicht Fettsucht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mahut, 12

Du solltest als erstes deine Ernährung umstellen und deinen inneren Schweinehund überwinden und langsam anfangen dich zu Bewegen, es reicht wenn du zu beginn 10 Minuten spazieren gehst, das steigerst du dann langsam, du wirst sehen es bringt was, ich hatte mich auch nicht mehr bewegen mögen, da durch mein Übergewicht es mir Schmerzen in den Beinen und Füßen bereitete, Als es dann aber bei mir klick gemacht hat und ich meine Ernährung umgestellt und mich bewegt habe, ging es mir viel Besser, jetzt Bewege ich mich den ganzen Tag und bin sehr fit, die Schmerzen sind auch weg, und die Atemnot die ich durch das Übergewicht hatte st auch weg.

Also nur Mut, ich würde es erstmal ohne Magen OP versuchen.

Alles Gute Mahut

Antwort
von polar66, 9

Hallo senfbrot,

es sind allgemeine Kriterien für die Indikation einer bariatrischen OP entwickelt worden. Sie wurden entwickelt, um die Risiken während und nach der OP so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört u.a. auch die Einschätzung, ob ein operierter Patient auch wirklich abnehmen kann bzw. ob er nach der Gewichtsreduzierung in der Lage sein wird, sein Gewicht halten zu können.

Laut diesen Kriterien ist eine bariatrische OP bei einem an Schizophrenie erkrankten Patienten (das entnehme ich deinen früheren gestellten Fragen) kontraindiziert. Das heißt, du wirst kaum eine Chance haben, eine solche OP bewilligt zu bekommen. Es ist ja nicht nur die Krankenkasse, die JA sagen muß. Bevor du deinen Antrag dort einreichst, wird ein psychologisches Gutachten verlangt. Das wirst du bezahlen müssen. Und wenn der Psychologe nach einem Gespräch mit dir der Meinung ist, dass du für eine solche OP "nicht geeignet bist" sind deine Chancen gleich Null. Es gibt nur sehr, sehr wenige Kliniken, die eine bariatrische OP trotz einer Erkrankung wie die deine durchführen. Ich kenne Patienten, die haben 1-2 Jahre für eine solche OP gekämpft, um dann doch eine oder gar zwei Ablehnungen durch die Krankenkasse zu bekommen. Außerdem wirst du dich einem Ernährungsberater und dem Adipositas-Chirurg stellen müssen. Du brauchst schriftl. Nachweise über Diäten und Sportprogramme. Und du kannst davon ausgehen, dass du keine Unterstützung durch deinen Psychiater bekommen wirst, wenn er dir schon jetzt im Vorfeld davon abrät.

Alles in allem wirst du einen langen Atem brauchen, um deinem Wunsch nach einer Magenverkleinerung nachzukommen. Es ist wirklich nicht so, dass ich solchen OP's gegenüber generell negativ eingestellt bin. Aber ich habe das alles schon aus nächster Nähe betrachten dürfen und daher weiß ich wie anstrengend ein solchen Vorhaben sein kann.

Wie wäre es, wenn du dir zunächst Gleichgesinnte suchst mit denen du dich zur "Bewegung" triffst? Ansonsten empfehle ich dir, Kontakt aufzunehmen zu einer Klinik mit Adipositas-Chirurgie. Dort bekommst du auf jeden Fall alle Info's die du benötigst. LG von polar66.

Kommentar von AlmaHoppe ,

100 x DH...-> super gute Antwort meine liebe @polar66 !!! LG AH

Kommentar von Senfbrot ,

Danke für Deine Antwort, eine Operation kommt für mich eh nicht in Frage wenn der Psychiater dringend davon abrät.

Es ist so dass ich jetzt zumindest weiß dass ich die Operation wahrscheinlich eh nicht bezahlt bekäme, also ich denke mir ich will auch auf keinem Fall eine Operation, das kann doch nicht die Lösung sein,

ich nehme Medikamente die sehr hungrig machen, und wenn ich diesem Hunger nicht nachkomme dann bin ich mies drauf.

Ich stecke in einem Teufelskreislauf, ausgelöst durch eine psychotische Erkrankung, die Medizin ist nicht schlecht, aber die Nebenwirkungen müssten verringert werden.

Auf ein anderes Mittel umzusteigen ist derzeit keine Lösung weil ich schon alles probiert habe und es mir psychisch so echt gut geht, aber es ist eben keiner mehr glücklich mit meinem Gewicht, aber so ungesund bin ich auch wieder nicht, ich habe gerade ein neues Blutbild mit dem Arzt besprochen, und so schlimm steht es garnicht mal.

Antwort
von dinska, 8

Du musst dich bewegen, fange langsam an und gehe eine Runde ums Haus. Dann legst du dir einen Schrittzähler zu und gehst soviel Schritte wie du schaffst. Versuche immer paar anzuhängen und die Zahl langsam zu erhöhen, bis du auf 10000 Schritte am Tag kommst. Gehe aber draußen an der Luft. Zusätzlich kannst du in der Wohnung die Knie heben und auf der Stelle laufen, dich einen Schritt vor eine Wand stellen mit den Händen abstützen und dann das Gesicht zur Wand bringen, mit 10 mal beginnen und dann steigern, mache Hanteltraining, kannst auch gefüllte Wasserflaschen nehmen, google danach und stelle dir ein Training zusammen, zwischen den Trainingstagen 48 Stunden Pause. 10 Minuten reichen für den Anfang, aber fange an!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort
von AlmaHoppe, 8

Hallo...

ich habe mir mal Deine Fragen durchgelesen!

Du leidest unter Schizophrenie und nimmst immer noch das Medikament Seroquel ?Dann schätze ich das das Übergewicht auch damit zusammenhängt.

Ich weiß ja nicht in welcher Dosis Du Seroquel einnimmst.Aber bevor man an eine OP denkt sollte herrausgefunden werden ob die Dosis des Medikamentes evt.gesenkt werden könnte?Seroquel ist als Gewichtserhöher bekannt!Wenn man z.B.die Höchstdosis täglich einnimmt ,muß man sich über eine Gewichtzunahme nicht wundern!Ich würde nochmal mit dem Arzt sprechen der dieses Mittel verschreibt!

Natürlich ist es sehr sinnvoll sich zu bewegen und die Nahrung umzustellen.Aber ich persönlich sehe hier nicht das Problem.Ich denke eher an das Medikament!!!Irgendwie scheinst Du mir nicht richtig eingestellt zu sein! Befasse Dich mal damit!

Viel Erfolg wünscht Dir AH

Antwort
von pferdezahn, 8

Wo anfangen? Anfangen nicht mehr ueppige Mahlzeiten und weniger Kohlenhydrate (staerkehaltige Produkte wie alle Mehl- und Teigwaren und Zucker) zu verspeisen. Du musst nun ganz einfach Mal den Spiess umdrehen, und weniger essen. So schwer duerfte Dir das doch nicht fallen, gerade wenn es um Deine Gesundheit geht. Du sollst nicht hungern, sondern das Richtige essen. Den Magen operieren (verkleinern) lassen, wuerde ich keinesfalls. Ich wuerde Mal an deiner Stelle morgens (Fruehstueck) bis vor dem Mittag nur frisches und rohes Obst/Fruechte essen. Zum Mittagessen nur Gemuese und Salate, ganz so, wie Du es magst, mit wenig Kartoffeln dazu, und als Abendessen eine ganz normale Mahlzeit. Gut waere da eine Eiweisskost (mageres Eiweiss) und auf Nudeln und Reis wuerde ich verzichten, ebenso mit dem Alkohol sparsamer umgehen.

Antwort
von chris1986, 7

Friss die hälfte. Auch bekannt unter der FDH Diät

Kommentar von AlmaHoppe ,

Puh...was für eine unsensibel formulierte Antwort !!!!!

Kommentar von pferdezahn ,

aber sie wirkt!!

Kommentar von AlmaHoppe ,

@pferdezahn...

ich gebe Dir ja recht! Aber nur unter normalen Umständen.Und die sehe ich in diesem Fall nicht!Die Fragen des Fragestellers sagen was anderes!!!

LG AH

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