Frage von Natalie1986, 208

Abnehmen trotz antidepressiva,hat es jmd geschafft?

Hallo zusammen...habe leider durch antidepressiva ne menge an Gewicht zugelegt,habe lange zeit anafranil ( clomipramin ) genommen...wurde jetzt auf sertralin umgestellt weil es Gewichtsneutral sein soll...ich habe meine Ernährung umgestellt und bewege mich Viel ( hab seit dem sertralin hummeln im hintern) Sport kann ich leider noch nicht so machen wie ich will da ich vor 4 Monaten einen Kaiserschnitt hatte und 5 Wochen danach wurde mir die galle entfernt und mein nabelbruch geschlossen...also 2 ops nach kurzer Zeit...leider Hab ich bisher noch rein garnix abgenommen, aber zugenommen zum Glück auch nicht...was kann ich noch tun? Funktioniert das abnehmen mit den antidepressiva überhaupt? Freue mich auf antworten

Antwort
von bethmannchen, 152

Stell doch einfach die Ernährung um. Statt Masse gibt es nun Klasse. Kauf keine Süßigkeiten, was nicht im Schrank ist, kann einen nicht verrückt machen. Paprikaschnitzel schmecken genau so gut wie Gummibärchen, statt Pralinen und Keksen auf Scherrytomaten zurückgreifen, Früchte und Fruchtsäfte enthalten viele Kalorien, daher Säfte nur mit Wasser getreckt trinken. 

Wer abnehmen will, muss seinen Körper zwingen, Energie aus dem Hüftgold zu holen, also sein überschüssiges Fett zu verwerten. Mit Hungern geht das aber nicht. Dann fängt der Körper erst recht an, dieses Hüftgold noch eiserner zu horten, weil ihm gerade "eine Hungersnot droht".Das Fett verwertet der Körper, indem er es zu Zucker umwandelt, und den dann als Treibstoff für Muskeln und Gehirn verwendet. Das klappt aber nur, wenn er keinen Mangel an irgendwelchen wichtigen Stoffen hat. Den interpretiert der Körper nämlich schon mit Hunger - und hält an seinem Fett eisern fest.

Also sättigende Sachen essen, die wenig Fett und kaum Zucker beinhalten und den Körper mit vielen Vitaminen, Spurenelementen und Proteinen versorgen. Das wäre: Tomate, Paprika, Karotten, Salat, Melone, und Co (fast alles nur Wasser mit Vitaminen, Spurenelementen usw. darin) Avocados, Sonnenblumenkerne, und Nüsse liefern genau wie Vollkorn-Getreide neben dem richtigen Zucker die richtigen Öle. Gemüse in wenig Wasser mit ganz wenig Salz gerade eben gar gedünstet, dazu mageres Fleisch, Fisch, Pilze oder ein Ei.

Statt Butterbrot lieber ein paar Nüsse knabbern. Klingt paradox, aber die ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fette speichert der Körper nicht einfach ab, sondern verwendet sie für die Enzymbildung. Die braucht er auch für die Enzyme, die den Umbau von Fett in Energie bewerkstelligen. Ganz fettfrei, bringt in puncto Abnehmen gar nichts.

Salz weglassen und mit Kräutern etc. würzen. Einen Mangel an Salz bekommt man dadurch nicht, kommt aber auf das natürliche Maß herunter. Salz gewinnen wir noch nicht lange industriell. Von Natur aus könnten wir es sehr schwer bekommen, deshalb brauchen wir davon auch nur ganz, ganz wenig. Weniger Salz heißt weniger eingelagertes Wasser und leichterer Zugriff auf das Fett in den Fettzellen.

Raffinierter Zucker - so überflüssig wie ein Kropf. Den gibt es in der Natur gar nicht, haben wir erst erfunden, kann man getrost weglassen. Würde man ihn löffelweise essen, würde einem ganz schnell schlecht davon. Warum ihn irgendwo drin verstecken wollen - damit er genießbar wird?

Alles was man roh essen kann, am besten auch so essen. Kochen, Backen, Körner mahlen, Einwecken und Tiefkühlen, Pökeln, Räuchern... haben wir alles erst erfunden, ist von der Natur für uns nicht vorgesehen. Es ist kaum bekannt, dass Ludwig der IVX. so schlechte Zähne hatte, dass er gar nicht kauen konnte. Bei Hofe begann man dann, alles weich zu kochen, bis hin zu Obst als Kompott, damit sich der Sonnenkönig nicht blamierte. Das wurde die Haute Cuisine, und breitete sich über die Fürstenhöfe bis in die untersten Schichten aus. Wir haben Zähne, müssen nicht alles vom Löffel lutschen. 

Dann noch zum Thema Reduktionsdiät ein paar ganz unlogische Vorurteile:

Magermilch statt Vollmilch - Unterschied 20 g Fett pro Liter - entspricht etwa der Menge Fett, die beim Brote schmieren täglich so an den Messern kleben bleibt - ein Nichts!

Molke ist soooo gesund? Molke ist das was übrig bliebt, nachdem alles aus der Milch für die Produktion herausgenommen wurde. Bis vor etwa 30 Jahren wurde dieser absolute Abfall der Molkereien einfach entsorgt. Dann durfte sie nicht mehr in die Umwelt gelangen - die Entsorgung wurde teuer - flugs eine Vermarktungs-Strategie ausdenken. Seit dem saufen wir Schafe diese "gesunde Plörre". Sie wirkt abführend. Wahrscheinlich weil jeder Körper schnellstens wieder los werden will?

Beim Käse auf den Fettgehalt achten? Unterschied der verschiedenen Sorten auf 100 g Fett in der Trockenmasse macht pro Scheibe (30g) im Schnitt so 5 g Fett aus, auch ein Nichts, da man ja kaum mehr als 100g Käse von der Faust isst, oder!

Kartoffeln machen dick! Was da dick macht ist immer nur was dazu kommt, Frittierfett und Majo, Zucker im Ketchup, der Speck zwischen den Scheiben, die Soße dazu. Pellkartoffeln mit Kräuterquark machen satt und beim besten Willen nicht dick.

Dass Frühstückscerealien von nackten Cornflakes bis "Extra-Super-Bio-Müsli" gesund seien, ist auch so eine Mär. Sie bestehen fast nur aus Zucker, und dem, was sonst kein Zweig der Lebensmittelindustrie mehr verwenden wollte. Das bisschen an Gutem in so einem Kilo passt auf eine Messerspitze.

Zum Energie verbrauchen muss man keinen Hochleistungs- oder Ausdauersport treiben. Ein Stück weniger anziehen, die Heizung eine Zacke herunter drehen, Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto nehmen, eine oder zwei Station früher aus dem Bus steigen und einen strammen Fußmarsch hinlegen. Wer eine Stunde früher aufsteht, ist eine Stunde länger in Aktion. Jede Aktion verbrennt Fett, das der Körper ja irgendwo her holen muss. 

Antwort
von Strenwanderer, 168

ich nahm Remergil und die erste zeit hab ich von Kleidergröße 38 auf 46 rauf gegessen. bis recht schnell klick gesagt hatte im Kopf. das ich heute 40 / 42 habe. aber in der Zeit hab ich viel gefastet. 

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