Frage von gabriele0815, 19

Ablehnung Hilfsmotor am Rolli meines Sohnes

Mein Sohn hat aufgrund einer angeborenen Hüftdysplasie und leichter Muskelschwäche schon seit 7 Jahren einen normalen faltbaren Rollstuhl, für den ich bei der Krankenkasse einen Hilfsantrieb "e-motion" beantragt habe. Er schafft es eben nicht lange, sich mit eigener Muskelkraft aus den Armen im Rolli vorwärts zu bewegen. Der Rolli wird nur gebraucht, wenn längere Gehstrecken (Klassenfahrten, Wandertage, Behördengänge, Einkaufstouren usw.) anstehen. So hat die Krankenkasse inzwischen einen Vertreter ins Haus geschickt, der so einen ausgestatteten Rolli mitbrachte und meinem Sohn die Handhabung erklärte und ihn auch damit vor dem Haus Probefahren ließ. Wir waren begeistert, wie hilfreich dieser Hilfsmotor für meinen Sohn war und der Vertreter füllte ein Formular aus, welches er der Krankenkasse vorlegen wollte. Darauf waren sämtliche Details für den Umbau des jetzigen Rollis aufgeführt. Paar Wochen später kam noch ein Gutachter ins Haus, der von der Krankenkasse geschickt wurde, dieser sollte entscheiden, ob mein Sohn auch schon einen elektrischen Rolli braucht. Nach vielen Fragen, entschied dieser Gutachter, daß es für meinen Sohn mit dem elektr. Rolli die richtige Entscheidung wäre und ließ sich nicht davon abbringen. Ich verfaßte sofort ein Schreiben an die Krankenkasse mit meinen Bedenken für dieses Elektromobil, weil mein Sohn ja noch nicht 24 Std. darin verbringen muß und ich dieses Elektromobil auch nicht in mein kleines Auto bekomme. Mein Sohn wird 16 und wird mit 17 sicher den Führerschein machen und da wäre es auch für meinen Sohn einfacher, wenn er sich dann den faltbaren Rolli mit dem Hilfsmotor ins Auto packen könnte. Ich weiß genau, mein Sohn würde niemals mit so einen Elektromobil irgendwohin fahren und zur Schule schon gar nicht. Er wird seit 9 Jahren zur Schule mit Auto gebracht und wieder abgeholt. Er kann ja noch gehen, kommt in der Schule ohne Rolli zurecht (noch) . Meine Frage: Sollte ich erneut Widerspruch einlegen gegen die Verordnung oder Bewilligung des elektrischen Rollstuhls, weil ich diese Verordnung noch unsinnig und nicht hilfreich für uns finde?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von StephanZehnt, 15

Hallo Gabriele,

Du hast vier Wochen Zeit für einen Widerspruch (§ 70 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO)) Ich würde mich in dem Fall einmal an die UPD wenden. http://www.patientenberatung.de/

Die kennen sich in dem Zusammenhang hier Nachteilsausgleich besser aus. Was bei Deinem Sohn möglich ist. Man könnte auch einmal die Frage stellen ob die KK zumindest etwas zuzahlt.

Auch VDK bzw. SoVD könnten hier Auskunft geben wie man da vorgeht und Hilfestellung geben. In Bayern z.B. gibt es eine Schulberatung...

Ich weis nicht (GdB mit Zusatz Gehbehindert odgl.).

Viele Grüße Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Hier einiges ....http://nullbarriere.de/

Kommentar von rulamann ,

Hallo Stephan, die KK würde sogar ein Elektromobil bezahlen das viel teurer als ein Rollstuhl mit einem Hilfsmotor wäre. Deshalb ist mir nicht verständlich, wieso sie einen Nachteilsausgleich kriegen soll.

Kommentar von gabriele0815 ,

Mir wurde gesagt, daß ein Elektromobil günstiger als ein Hilfsmotor ist.

Kommentar von gabriele0815 ,

Vielen Dank, habe gerade an den UPD geschrieben. Mal sehen, was die dazu meinen. Mein Sohn kann sich mit dem elektrischen Rollstuhl ganz und gar nicht anfreunden. Er hat seit 7 Jahren seinen faltbaren und den hat er ohne Probleme akzeptiert. Mit dem elektrischen Rolli würde er mit Sicherheit nie losfahren. Noch sitzt er nicht 24 Std. darin, braucht nur für längere Gehstrecken einen und der muß faltbar sein und ins Auto passen.

Kommentar von StephanZehnt ,

Danke für das Sternchen!

Antwort
von RHWWW, 9

Hallo,

am besten UPD kontaktieren.

Dann das persönliche Gespräch mit den entscheidenden Personen bei der Krankenkasse suchen. Der Punkt mit dem Autoführerschein ist dort vermutlich nicht bekannt. Ggf. vorab bei der Führerscheinstelle nach den Bedingungen und bei einer geeigneten Fahrschule nach den Kosten erkundigen. Umbau des Autos? Wenn man sich viorher Kopien der Krankenkasseakte zum Rollstuhl besorgen kann, kann man sich auf das Gespräch besser vorbereiten.

Im Gespräch lassen sich viele Dinge klären. Unkenntnis führt oft zu falschen Entscheidungen.

Gruß

RHW

Kommentar von gabriele0815 ,

Vielen Dank, habe gerade an den UPD geschrieben. Mal sehen, ob ich dort hilfreiche Tipps bekomme.

Kommentar von RHWWW ,

Gern geschehen!

Ggf. ist auch ein Telefonat mit der UPD sinnvoll (montags und freitags meist ungünstig).

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