Frage von SumiyoshiSan, 89

Abhängigkeit: Benzodiazepine + Alkohol

Guten Abend,

seit mehreren Jahren nehme ich ein mittellangwirksames Benzodiazepin ein und befinde mich im Entzug. Zur Zeit nehme ich täglich 2 mg von dem Präparat.

Gleichzeitig trinke ich seit knapp 3 Monaten beinahe täglich zwischen 0,5 und 2 l Bier.

Eine wahrlich ungünstige Kombination - dessen bin ich mir bewusst.

Nun habe ich heute bzw. seit Mittwoch-Nachmittag keinen Tropfen mehr angerührt. Es hat mich auch, Gott sei Dank, nicht danach gedürstet.

Heute Abend geht es mir jedoch ziemlich schlecht. Habe ein unangnehmes, klappriges und gleichzeitig angespanntes Gefühl im Körper.

Kann das schon ein Alkoholentzug oder eine ungünstige Wechselwirkung zwischen Alkoholentzug und Benzodiazepin-Konsum sein?

Bin mir nicht sicher was ich nun tun soll. Vielleicht hat jemand einen Rat?

Vielen Dank.

S.San

Antwort
von gerdavh, 89

Das können durchaus leichte Entzugserscheinungen sein, wenn Du wirklich jeden Tag bis zu 2 l Bier getrunken hast, ist das wahrscheinlich. Das Bendoziazepan nimmst Du ja schon seit mehreren Jahren ein, ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Körper plötzlich darauf reagiert. Wenn Du es nicht schaffst, trocken zu bleiben, bitte geh zu den Anonymen Alkoholikern. Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass es sehr schwer ist, allein trocken zu bleiben, also wirklich nichts mehr zu trinken. Alles Gute. lg Gerda

Kommentar von SumiyoshiSan ,

Hallo,

leider trinke ich immer noch bis zu 4 Flaschen Bier am Tag, weil ich mich nicht traue es zu lassen (aber natürlich auch um den Rausch zu spüren).

Ich merke wie es mir auch psychisch schlechter geht und möchte es so gerne lassen, aber traue mich nicht.

Habe Panik vor Anfällen oder so. Aber möchte auch nicht in eine Klinik o. ä.

Antwort
von SumiyoshiSan, 77

Habe leider nach wie vor das gleiche Problem.

Im Durchschnitt 2 - 4 Bier am Tag. Aus Angst vor Entzugserscheinungen nach dieser Zeit kann ich nicht aufhören.

Habe bald einen Termin bei einer Psychotherapeutin die sich mit Suchtpatienten auskennt, aber ob diese sich auch mit physischen Angelegenheiten auskennt?!

Möchte endlich frei von "Drogen" sein, aber habe große Angst davor.

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit dieser Substanz-Kombi?

Vielen Dank und Gruß.

SumiyoshiS

Antwort
von GeraldF, 69

Wenn Sie erst seit 3 Monaten Alkohol in nennenswerter Menge konsumieren und auch nicht täglich > 1 Liter Bier getrunken haben, dann ist eine Entzugssymptomatik eher unwahrscheinlich. Trotzdem ist Ihr Entschluss, das zu beenden, natürlich begrüßenswert.

Das Benzodiazepin (welches ?) hat leider ein mindestens ebenso großes Abhängigkeitspotential und eine Entwöhnung hiervon ist sehr schwer. Es ist aber bei weitem nicht so gesundheitsschädlich wie Alkohol. Meist klappt das nur mit professioneller Hilfe.

Kommentar von SumiyoshiSan ,

Vielen Dank für Ihre Antwort. 


Lorazepam nehme ich. 


Trinke nur Bier. Zwischen 2 und 6 Flaschen am Tag. 

Antwort
von StephanZehnt, 70

Hallo SumiyoshiSan ,

ich schätze Du möchtest von dem Lorazepam wegkommen. Du hast ja 3 mg Lorazepam + 25 mg Opipramol; eingenommen. Das würde ich an Deiner Stelle allerdings nur zusammen mit dem Arzt ausschleichen lassen.

Denn das kann zum Teil schon einmal heftig werden. Da Du durch den Alkohol eine verstärkte Wirkung der Benzodiazepine hast. Also das sollte der Arzt schon begleiten.

VG Stephan

http://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/index.php/Thread/8232-20-Jahre-Benzo-Suc...

Kommentar von SumiyoshiSan ,

Danke für Ihr Kommentar. 


Die 3 mg sind nicht mehr aktuell. Habe schon auf 2 runterdosiert und das Opi nehme ich auch nicht mehr. 


Mache mir wegen der Kombi große Sorgen. 

Antwort
von mariechen1991, 60

Hallo, Benzodiazepine machen bereits nach einigen Tagen abhängig. Wenn du Schweißausbrüche, Zittern, dir also mal heiß, dann wieder kalt wird, dann solltest du zum Arzt. Für die ersten Entzugstage gibt es - bin mir nicht ganz sicher - Distra oder so ähnlich heißen die, aber bekommst du nur vom Arzt. Du kannst auch Krampfanfälle bekommen, die können gefährlich werden. Also ab mit dir zum Arzt.

Antwort
von anna61, 60

Die Frage welches Benzodiazepim ist natürlich berechtigt. Wichtig wäre auch zu wissen um wieviel du es schon reduziert hast. Ich habe mal Rivotril ausgeschlichen und anfangs ging es relativ rasch. Die letzen mg musste ich aber tropfenweise und ganz langsam ausschleichen da es mir sonst so ging wie dir. Jeden 3. Tag einen Tropfen weniger war es damals bei mir.

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