Frage von fragmal 26.09.2010

Ab welchem Kakaoanteil enthält dunkle Schokolade Antioxidantien

  • Antwort von Serienchiller 26.09.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Schokolade enthält logischerweise auch bei 30% oder weniger Kakao noch Antioxidantien, nur eben nicht mehr so viele.

    Es ist übrigens ein weit verbreiteter Irrglauben, dass wir so viele Antioxidantien wie möglich aufnehmen sollten. Es stimmt zwar, dass unser Körper sie für verschiedene Aufgaben braucht, aber er bekommt durch die ganz normale Nahrung genug davon. Wenn ihm noch mehr zur Verfügung gestellt werden, weiß er auch nicht, was er damit machen soll. Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass eine zu große Zufuhr von Antioxidantien schädlich ist (http://idw-online.de/pages/de/news313433).

    Das ist ungefähr so wie bei einem Auto: Es braucht auf jeden Fall Benzin um fahren zu können, aber es fährt nicht um so schneller, je voller der Tank ist.

  • Antwort von Alois 27.09.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo von fragmal,

    sobald Kakao vorhanden ist, sind auch Antioxidantien da, und Kakao ist wohl in jeder Schokolade - je dunkler = umso mehr Kakao UND damit auch Antioxidantien.

    Viele Grüße, Alois

  • Antwort von sibillemama 26.09.2010

    Möglicherweise solltest du außerdem auf die Herkunft der Schokolade bzw. der Kakaobohnen achten und auf mögliche Schadstoffe, welche bei Nichtbioschoki enthalten sein können.

  • Antwort von vendel 26.09.2010

    Sie sollte mindestens 70 Prozent Kakaoanteil besitzen.

    Dazu habe ich eine interessante Studie gefunden:

    Nach dem Genuss dunkler Schokolade steigt der Gehalt so genannter Antioxidantien im Blutplasma. Diese Stoffe schützen das Herzkreislaufsystem. Fans der Milchschokolade können sich allerdings nicht darauf berufen, der Gesundheit wegen zu naschen, wie italienische und britische Forscher im Fachblatt "Nature" berichten. Milch hebt den herzschützenden Effekt dunkler Schokolade wieder auf.

    Die Suche nach Versuchspersonen dürfte bei diesem Experiment einfach gewesen sein. Unter wissenschaftlicher Aufsicht naschten zwölf Freiwillige entweder Bitterschokolade, Milchschokolade oder Bitterschokolade zusammen mit einem Glas Milch. Eine Stunde später maßen die Forscher um Mauro Serafini vom römischen Institut für Ernährungsforschung die antioxidative Wirkung des Blutplasmas der Probanden.

    Das Ergebnis fiel deutlich aus: Im Blut der Bitterschokoladen-Tester war die Wirkung um fast 20 Prozent stärker. Unter anderem hatten die Probanden dieser Gruppe deutlich mehr Epicatechin im Blut. Die Antioxidantien, zu denen Epicatechin zählt, neutralisieren im Körper zellschädigende Sauerstoffmoleküle - die so genannten freien Radikalen. Sie wirken somit als "Radikalfänger".

    Dass die Milch den schönen Nebeneffekt des Naschens bei den meisten Schoko-Sorten zunichte macht, verwundert die Forscher nicht. Vermutlich würden sich die Milchproteine mit den antioxidativ wirkenden Flavonoiden der Schokolade verbinden. Diese seien dann für den Körper nicht mehr zugänglich. (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,263128,00.html)

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