Frage von madmax1998, 30

2x über 1promille Alkohol erwischt... bitte helft mir!

Hallo ich bin 16 jahre alt und mache gerade den A1 führerschein (schon fast fertig) , ich wurde mit 15 mit 1,7 promille erwischt und war bei der suchtberatung. ca. 20tage nach meinem 16er würde ich wieder mit 1,2 promille erwischt. Was kommt jetzt auf mich zu? Bekomm ich jetzt eine sperre oder was passiert jetzt

Antwort
von gerdavh, 30

Hallo, Personen, die mehr als einmal mit über 1,2 Promille im Blut ohne gültige Fahrerlaubnis im Straßenverkehr auffällig wurden, dürfen meines Wissens keinen Führerschein erwerben. Der Richter wird das auch nicht anders sehen; das Geld, dass Du bislang in den Führerschein investiert hast, hast Du in den Sand gesetzt. Ob der Richter Dir lebenslanges Fahrverbot erteilt oder nur eine Sperre, können wir im vorhinein nicht beurteilen. Stell Dich schon mal drauf ein, dass Du viel Zug fahren wirst. Im übrigen gebe ich Sandro hier recht - hast Du Dir schon mal überlegt, dass Du mit Deinem Verhalten eine ganze Familie auslöschen kannst? Wäre ich Richter, würde ich zur Auflage machen, dass Du mindestens zweimal die Woche zu AA gehst und gemeinnützige Arbeit verrichtest. Am besten auf einer Unfallstation. lg Gerda

Antwort
von Nic129, 23

Kopf einschalten. Bis 1,1 Promille ist es eine Ordnungswidrigkeit. Dort wird also noch nicht von einer Straftat gesprochen. Ab 1,1 Promille wird es strafrechtlich verfolgt, ab 1,6 Promille muss zusätzlich eine MPU abgeleistet werden.

Da Sie aber nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren, kommt es ohnehin zum Verfahren. Ob es da wirklich vor Gericht geht oder nur ein Strafbefehl übersandt wird, werden Sie dann sehen. Tendenz geht aber eher zu Strafbefehl.

Folgen. Nun, ist recht einfach. Wer keine Fahrerlaubnis hat und erwischt wird, bekommt als logische Konsequenz eine Sperre und kann vorerst einmal seinen Führerschein vergessen (in der Regel 2 Jahre). In wieweit sich der Alkoholkonsum auf das Fahren ohne Fahrerlaubnis auswirkt, da müssen Sie sich überraschen lassen.

Da ist es auch egal, ob bei Ihnen noch Jugendstrafrecht angewandt wird. Das Sie eine Führerscheinsperre bekommen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Antwort
von bethmannchen, 14

Was jetzt passieren wird, hängt davon ab, wie ein Richter das beurteilt. Bei Personen zwischen 14 und 25 kann ein Richter auch noch nach Jugendstrafrecht urteilen.

Genau das passierte ja bei deinem ersten Mal. Da hat sich der Richter gesagt: Na ja, jugendliche Unvernunft, war ja kein Vollrausch, und es ist ja nichts weiter passiert... Lassen wir den erst einmal gründlich über Alkohol und seine Folgen aufklären, und es damit dann gut sein.

Jetzt ist es das zweite Mal, und nach so kurzer Zeit.

Was wird ein Richter jetzt wohl denken? Also da hat der Lümmel doch noch immer nichts dazu gelernt! Bei so wenig Einsicht, ist wohl Hopfen und Malz verloren. Da ist wohl auch in den nächsten Jahren nicht mit viel Zuwachs an Vernunft zu rechen. Dem das führen eines Kraftfahrzeuges zu erlauben? Ist ja unverantwortlich! Das nehme ich nicht auf meine Kappe.

Du merkst schon, dass hier niemand mit dir Mitleid hat. Du siehst die Sache nämlich ausschließlich aus deiner Sicht. Ich will Führerschein... ich will Maschine fahren... ich will Spaß... ich will Spaß...

So ein Richter spricht Recht im Namen des Volkes. Das sind hier in Deutschland etwa 80 Millionen Menschen. Der möchte nämlich nicht, dass du wegen nicht vorhandenem Verantwortungsbewusstsein davon ein paar über den Haufen fährst. (0n Millionen Menschen kann man ja nicht auffordern, vorsorglich zuhause zu bleiben. Einfacher und praktischer ist es daher, die das Führen eines Kraftfahrzeuges gar nicht er zu erlauben.

WErde erst einmal erwachsen.

Antwort
von rulamann, 12

Die Fahrerlaubnis mit deinem A1 Führerschein kannst du dir jetzt abschminken, weil du vermutlich den Schein nicht bekommen wirst wegen fehlender charakterlicher Eignung. Übrigens, nimm dir das zu Herzen was Sandro1983 dir geschrieben hat, lass, wenn du den Lappen bekommst den Alkohol weg sonst gefährdest du Menschen nur durch deine Unvernunft und den Schein hast hast du für alle Zeit los.

rulamann

Antwort
von doktorhans, 12

Anzeige (und Gerichtsverhandlung und Strafe) wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis; zunächst keine Zulassung zur Fahrprüfung, sondern Seminar und/oder MPU; Verlängerung bzw. Verdopplung der Probezeit nach einer zukünftigen Erteilung der FE. Alkoholscreening nach Ermessen der Fahrerlaubnisbehörde.

Kommentar von Winherby ,

Wo steht denn, dass er beim Fahren erwischt wurde?

Kommentar von pferdezahn ,

Waere er beim Gehen oder Schlafen erwischt worden, braeuchte er keine Befuerchtungen wegen des Fuehrerscheins zu haben.

Kommentar von rulamann ,

Doch, pferdezahn, auch Fußgänger müssen bei Trunkenheit bezahlen wenn sie auffällig werden und wenn sie PKW.Fahrer sind müssen sie damit rechnen ,dass sie den Lappen abgeben müssen.

Kommentar von bethmannchen ,

Als Beifahrer kann man so besoffen sein wie man will, genau wie zuhause auf dem Sofa. Auch wenn man besoffen aus der Kneipe torkelt und dann zu Fuß nach Hause geht. "erwischt" einen niemand. Erwischt und belangt wird man nur, wenn man als Führer eines Fahrzeuges (Mofa, Fahrrad, Handwagen...) besoffen am Straßenverkehr teinimmt.

Kommentar von rulamann ,

Wer sein Fahrrad schiebt, ist nicht Radfahrer sondern Fußgänger. Für Fußgänger gilt § 316 StGB laut dem Rechtsexperten Huhn nicht, diese Vorschrift richtet sich allein an Fahrzeugführer. Aber auch ein Fußgänger im Alkoholrausch kann seine Fahrerlaubnis aufs Spiel setzen, nämlich dann, wenn "Tatsachen die Annahme von Alkoholabhängigkeit oder Alkoholmissbrauch begründen". Dies ergibt sich aus § 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Wer stark betrunken als Fußgänger unterwegs ist und kontrolliert wird, dessen Führerschein kann von der Polizei sichergestellt werden. Auch kann eine MPU mit der möglichen Folge des Führerscheinentzugs angeordnet werden.

http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/fahrzeug_verkehr/recht_geld/alkohol-am-steuer....

Kommentar von alegna796 ,

stimmt! und ist auch gut so

Kommentar von pferdezahn ,

Das ist das erste und neueste was ich hoere. dass ein betrunkener Fussgaenger seinen Fuehrerschein verlieren kann. Dann muessten die Gesetze geaendert worden sein.Wie oft hoert man von manchen Promis, die im Vollrausch alles klein und kaputt schlagen, spaeter fuer die Schaeden aufkommen, und nie ihr Fuehrerschein eingezogen wurde. Ich kannte auch Mal einen Typ vor Jahrzehnte, der oefters Mal auffiel und ebenfalls im betrunkenen Zustand alles verkleinerte, und nie seinen Fuehrerschein deswegen verlor.

Kommentar von bethmannchen ,
Wer sein Fahrrad schiebt, ist nicht Radfahrer sondern Fußgänger.

Das stimmt so nicht. Er führt genau so ein Fahrzeug, wie jemand, der einen Handwagen hinter sich herzieht.

Einem Fußgänger, der betrunken ist, kann auch nach §13 des FeV nicht der Führerschein weggenommen werden. Das gibt der Paragraph also nicht her, betrifft diesen Fall gar nicht. Wer sollte sich das wohl anmaßen, der übereifrige Polizist, der jemand zufällig beobachtet?

Das steht in § 13 Fahrerlaubnisverordnung:

§ 13 Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik

  • Zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen ordnet die Fahrerlaubnisbehörde an, dass
  • 1.ein ärztliches Gutachten (§ 11 Absatz 2 Satz 3) beizubringen ist, wenn Tatsachen die Annahme von Alkoholabhängigkeit begründen, oder
  • 2.ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen ist, wenn
  • a) nach dem ärztlichen Gutachten zwar keine Alkoholabhängigkeit, jedoch Anzeichen für Alkoholmissbrauch vorliegen oder sonst Tatsachen die Annahme von Alkoholmissbrauch begründen,
  • b) wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss begangen wurden,
  • c) ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde,
  • d) die Fahrerlaubnis aus einem der unter den Buchstaben a bis c genannten Gründe entzogen war oder
  • e) sonst zu klären ist, ob Alkoholmissbrauch oder Alkoholabhängigkeit nicht mehr besteht.
  • Im Falle des Satzes 1 Nummer 2 Buchstabe b sind Zuwiderhandlungen, die ausschließlich gegen § 24c des Straßenverkehrsgesetzes begangen worden sind, nicht zu berücksichtigen.

Da steht nirgends etwas davon, dass jemandem einfach mal so auf Verdacht der Führerschein weggenommen werden darf.

§ 24c Straßenverkehrsgesetz: Alkoholverbot für Fahranfänger und Fahranfängerinnen

  • (1) Ordnungswidrig handelt, wer in der Probezeit nach § 2a oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres als Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht.
  • (2) Ordnungswidrig handelt auch, wer die Tat fahrlässig begeht.
  • (3) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Auch hier ist es völlig uninteressant, was die Person als Fußgänger treibt. Beim Fahrrad schieben sieht es wieder anders aus. Dann ist man ja auch Führer eines Fahrzeuges.

Antwort
von madmax1998, 11

Hab mir an dem tag geschworen kein tropfen mehr zu trinken

Kommentar von sandro1983 ,

dann wünsche ich dir das du dich daran hälst! alkohol am steuer kann ganze familien auslöschen! die schuld die du dann davon trägst wirst du dein leben lang nie mehr los! dein gewissen wird dich dann für den rest deines lebens fertig machen! und ob es das wert ist?

so viel vernunft kann man doch wirklich erwarten das man wenn man alk getrunken hat die hände vom steuer lässt!

Antwort
von DerGast, 11

Lass am besten alles sein. Was jetzt passiert weiß man nicht.

Antwort
von sandro1983, 12

dann scheint die suchtberatung aber nicht geholfen zu haben? im übrigen solltest du vllt. in erwägung ziehen einen führerschein zu machen ganz sein zu lassen! ich möchte nämlich nicht irgendwann mal von jemanden wie dir über den haufen gefahren werden! nur weil es einfach in euren köpfen nicht rein geht das saufen und am straßenverkehr aktiv teilzunehmen nicht funkioniert! ich weiß das ich eines tages sterben werde! aber ich wäre doch sehr genervt wenn es wegen so einem scheiss wäre! nur weil jemand denkt im suff noch alles unter kontrolle zu haben^^

zu deiner frage: kp frag nen anwalt!

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