Untersuchung - neue und gute Antworten

  • Arzt verschreibt ohne klare Untersuchung/ Diagnose?
    Antwort von Lexi77 ·

    Hallo!

    Warum soll ich einfach irgendein Medikament einnehmen und dann schauen ob es besser wird?

    Generell nehme ich nur Medikamente, wenn es wirklich notwendig ist. Mich überzeugt eine solche Therapie nicht, in welcher quasi Diagnose und Behandlung vertauscht wird.

    Gerade bei dem Verdacht auf Sodbrennen bzw. Magenschleimhautentzündungen o.ä. ist es sozusagen Therapiestandard für einen gewissen Zeitraum erst einmal Pantoprazol oder Medikamente mit ähnlichem Wirkmechanismus (z.B. Omeprazol, Esomeprazol, Rabeprazol). als Versuchstherapie zu verordnen. Es werden auch nicht Diagnose und Therapie vertauscht. Denn der Arzt hat ja die (Verdachts-)Diagnose entsprechend gestellt und dir daraufhin dann das Medikament verschrieben. Das hätte er ja nicht getan, wenn er keine Erkrankung in dieser Richtung vermuten würde.

    Bessert sich während dieses Therapieversuchs das Befinden des Patienten ist die vermutete Diagnose quasi bestätigt. Stellt sich keine Besserung ein, sollten erst dann weitergehende Untersuchungen wie z.B. eine Magenspiegelung gemacht werden. Das ist Therapiestandard!

    Und offensichtlich sind die Medikamente ja doch notwendig, schließlich waren deine Beschwerden so schlimm, dass du am Wochenende den Bereitschaftsdienst aufgesucht hast. Und damit nicht bis Montag bis zur regulären Sprechstundenzeit warten konntest.

    Ich bin nicht zufrieden mit dieser Diagnose. Ich wurde nicht ausreichend untersucht, meines Erachtens.

    Was hättest du dir denn unter einer ausreichenden Untersuchung vorgestellt? Nochmal ein EKG? Nochmal Blut abnehmen? Das hätte ziemlich sicher auch kein anderes Ergebnis gezeigt als vor 2 1/2 Wochen. Hättest du lieber gleich eine Magenspiegelung gehabt? Oder was hattest du dir so vorgestellt. Und welche Diagnose hättest du gerne gehabt, wenn du mit dieser nicht zufrieden bist? 

    Natürlich kannst du morgen mit deiner Hausärztin das Ganze besprechen. Aber was, wenn sie der gleichen Meinung ist, wie der Bereitschaftsarzt? Passt dir die Diagnose dann auch nicht? Willst du dann die Tabletten auch nicht nehmen?

    Wenn du gleich am Samstag mit der Einnahme begonnen hättest, könntest du bald merken, ob es eine Besserung gibt oder nicht (das geht aber nicht mit der Einnahme einer Tablette, da braucht es etwas Zeit). Dann könntest du sogar vielleicht schon erste Erfahrungen mit deiner Ärztin besprechen. 

    Viele Grüße, Lexi

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Winherby ,

    Superantwort, lG

  • Arzt verschreibt ohne klare Untersuchung/ Diagnose?
    Antwort von Winherby ·

    Eine "Untersuchung" wird ja nicht nur so definiert, dass ausschließlich abgetastet, abgehorcht, oder mit Maschinen untersucht wird. Ein Gespräch gehört genauso dazu und gibt oft mehr Aufschluss, als diverse Maschinen.

     Und eine Notfallpraxis kann niemals Deinen Hausarzt ersetzen. Und Du sollst ja nicht "irgendein" Medi nehmen, sondern ein vom Arzt bestimmtes, auf Grund des Ergebnisses seiner Untersuchung und seiner Diagnose. 

    Dass Du "nicht ausreichend" untersucht wurdest, ist ja nur Dein subjektives Empfinden. Der Arzt ist doch nicht doof, wenn er ab einem bestimmten Punkt seiner Untersuchung zu einem Ergebnis gekommen ist, soll er dann einfach solange weiter untersuchen, bis es dem Patient ausreichend erscheint? Wohl kaum.

    Daher würde ich das Medi nehmen, dann wirst Du ja sehen ob es hilft. Wenn ja, kannst Du sogar den Gang zum HA morgen sparen. Bleib unverzagt und optimistisch, LG

  • Arzt verschreibt ohne klare Untersuchung/ Diagnose?
    Antwort von polarbaer64 ·

    Wenn du beim Notdienst warst, solltest du immer noch beim Hausarzt vorsprechen, schon mal, weil der ja auch wissen muss, was los ist.

    Wobei ich an dem Medikament jetzt nichts schlimmes finden kann:

    http://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/protonenpumpenhemmer/pantoprazol

    Das hemmt Sodbrennen. - Ich nehme an, dein Hausarzt wird nichts anderes sagen, aber du kannst das natürlich zuerst mit ihm besprechen, das ist dein gutes Recht. 

    Gute Besserung!

    Alle 5 Antworten
    Kommentar von Schneefaeller ,

    Danke für deine Antwort. Für Sodbrennen bin ich aber ein untypischer Patient, was der Arzt auch selber zugab. Es sei eine wage Vermutung. Generell nehme ich nur Medikamente, wenn es wirklich notwendig ist. Mich überzeugt eine solche Therapie nicht, in welcher quasi Diagnose und Behandlung vertauscht wird.

  • Wie oft ist Blut abnehmen ok?
    Antwort von Winherby ·

    Denk doch mal an die Blutspender! Die geben auf einen Schlag einen ganzen Liter Blut ab. Da sind Deine 4 Röhrchen in 6 Tagen ein Pippifax dagegen. Daran kannst Du erkennen, dass dies unbedenklich ist. Dein Körper verfügt über ca. 5 Liter Blut.  LG

  • Wie oft ist Blut abnehmen ok?
    Antwort von Tigerkater ·

    Solltest Du Sorgen haben, auf Grund dieser Untersuchungen eine Anämie zu bekommen, kann ich Dich beruhigen. Im Verhältnis zu der bei Dir vorhandenen Blutmenge sind diese " mehrere Röhrchen " zu vernachlässigen.

    Eine andere Frage wäre, warum diese zahlreichen Untersuchungen notwendig sind. 4 mal in 6 Tagen hört sich für mich schon nach großer Unsicherheit der Therapeuten die Diagnose betreffend an !!

  • Wie oft ist Blut abnehmen ok?
    Antwort von Mahut ·

    Nein da brauchst du dir keine Gedanken machen.

    Bei mir wurde vor 6 Jahren 5 Wochen lang alle 2-3 Tage Blut abgenommen, es hat mir überhaupt nicht geschadet, denn es ist ja nicht viel obwohl es mehrere Röhrchen sind.

    In diesem Sommer musste ich auch alle 2 Wochen zur Blutabnahme, auch das habe ich gut überstanden, Also keine Angst, du hast genug Blut.

  • Lungenfunktionstest - Körpergröße falsch eingegeben: beeinflusst das die Werte?
    Antwort von GeraldF ·

    Ja. Ihre Messwerte werden mit Referenzwerten eines Vergleichskollektives abgeglichen, die nach Größe, Gewicht und ethnischer Zugehörigkeit mit Ihren Daten übereinstimmen müssen. 

    Jetzt wurden Ihre Messwerte mit dem Vergleichskollektiv einer 10 cm kleineren Person verglichen, was je nach Parameter falsch hohe oder niedrige Werte ergeben kann. Einige der Parameter errechnen sich aus Quotienten der Messwerte. Die stimmen dann natürlich trotzdem (FEV1%).

  • Wie oft muss man das Gesichtsfeld prüfen lassen?
    Antwort von Sallychris ·

    Hallo Bienchen,

    da ich erhöhten Augeninnendruck und beginnenden grauen Star habe, wird mein Gesichtsfeld in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Abstände bestimmt der Augenarzt und die Kosten für die Untersuchung übernimmt die Krankenkasse.

    Man muss eine Gesichtsfeldmessung nur selbst bezahlen (IGEL-Leistung), wenn man diese als Vorsorge durchführen lässt. Besteht aber eine Vorerkrankung, bezahlt die Krankenkasse.

    Viele Grüße Sallychris

  • Wie oft muss man das Gesichtsfeld prüfen lassen?
    Antwort von Winherby ·

    Du weisst, dass man sein Gesichtsfeld regelmäßig untersuchen lassen soll?

    Wer hat Dir denn diesen Schmarrn eingeredet. Ein Augenarzt als IGEL-Leistung?

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Tigerkater ,

    Du scheinst keine guten Erfahrungen mit Ärzten gemacht zu haben ?!

    Trotzdem : Ein Augenarzt empfiehlt keine unnötigen Igelleistungen !!!

    Kommentar von Winherby ,

    1. Richtig, wobei es eher am kranken Gesundheitssystem lag, als an den Ärzten selber.

    2. Doch!!! Der Augenarzt meiner Frau leiert ihr bei jedem (jährlich) Check eine Augendruckprüfung aus dem Kreuz, jedesmal 25€, Panikmache macht sich bezahlt. Obwohl sie nie Probleme damit hatte.  LG

  • Wie oft muss man das Gesichtsfeld prüfen lassen?
    Antwort von Mahut ·

    Das man sein Gesichtsfeld regelmäßig kontrollieren lassen soll habe ich noch nie was von gehört und ich gehe regelmäßig zum Augenarzt.

    Es wurde vor ungefähr 20 Jahren bei mir das Gesichtsfeld gemessen und da war alles OK, also keinen Grund weiter zu Kontrollieren, wenn aber irgendwas auffälliges gewesen wäre, müsste man es eventuell.